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Kinder lesen zusammen.

1961 rief die UNESCO erstmal am 08. September den Welttag der Alphabetisierung aus. Seitdem wiederholt sich das Ereignis jährlich um über die Wichtigkeit des Lebens und Schreibens aufzuklären, Misstände in der Bildung aufzuzeigen und mehr Lernangebote zu fordern.

In der heutigen Zeit zählt das Lesen und Schreiben zu den wichtigsten Fähigkeiten um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, doch leider haben derzeit ca. 750 Millionen Menschen weltweit Probleme damit. Alleine in Deutschland betrifft es aktuellen Schätzungen zufolge ca. 6 Millionen Menschen, also etwa 12 Prozent der Bevölkerung.

Das größte Problem in Deutschland ist derzeit der Mangel an Lehrkräften, sowie ein vermindertes Lernangebot der Schulen auf Grund der Corona-Pandemie. Die Auswirkungen dieser, betreffen aber nicht nur das Lesen und Schreiben, sondern auch viele weitere Bereiche der allgemeinen Schulbildung wie z.B. das Rechnen oder der gesamte Fremdsprachenbereich. Ein Teil des verlorenen Stroffes kann durch den Lehrermangel gar nicht mehr nachgeholt werden, sodass heutige Schüler zukünftig mit deutlichen Defiziten in allen Bereichen zu kämpfen haben.

Menschen die Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben, haben auch deutliche Probleme ihren Alltag selbstbestimmt zu führen. Post, Arbeit, Freizeit – überall müssen diese Fähigkeiten angewendet werden, doch um diesen Menschen die Möglichkeit zu geben ihr Leben selbstbestimmt zu führen, ist es umso wichtiger, dass es geeignete Lernangebote gibt, die individuell auf die jeweilige Person abgestimmt wurde. Zwar können Piktogramme bei der Bewältigung von alltäglichen Problemen helfen, doch sind sie auf Dauer keine Lösung und nur temporär und in bestimmten Bereichen einsetzbar.

Sollten Sie in Ihrem Umfeld jemanden kennen, der Probleme mit dem Lesen und Schreiben hat, ermutigen Sie diese Person das Problem anzugehen und bieten Sie Ihre Hilfe z.B. bei der Suche nach kostenlosen Kursen an. Wichtig ist es aber, der Person keine Schuldgefühle einzureden oder Druck aufzubauen und jeden kleinen Schritt positiv anzuerkennen. Gemeinsam können wir Schritt für Schritt die Quote der Analphabeten verringern.