Der Tag des Friedhofs findet seit 2001 jährlich am dritten Wochenende im September statt und wurde durch den Bund der deutschen Friedhofsgärnter ins Leben gerufen. Bei den zahlreichen Veranstaltungen werden Themen wie Trauerbewältigung und der Umgang mit dem Tod thematisiert um diese zu enttabuisieren, denn noch Heute sprechen viele Menschen nicht über den finalen Abschnitt eines Menschenlebens.
Nach wie vor wird sich mit dem Thema Trauer und Sterben in allen Bevölkerungsschichten nicht genug auseiander gesetzt, aber Trauer ist vielschichtig und jeder Mensch verarbeitet den Verlust einer geliebten Person anders. Fest steht nur, dass Trauer bewältigt werden muss, ansonsten macht sie krank. Um diesen Gefühl einen Raum zu geben, laden daher zahlreiche Friedhöfe auch die Hinterbliebenen ein sich an diesem Ort zu entschleunigen, nachzudenken und dem Bedürfnis nach Trauer einen Raum zu geben.
Der Besuch des Friedhofs soll nicht nur der Grabpflage dienen, sondern auch dazu da sein den Verstorbenen zu gedenken und sein eigenes Seelenheil zu pflegen. Hier kann Trauer fließen und über das Leben sinniert werden, denn der Tod gehört dazu, genauso wie der Friedhof zum Leben gehört. In vielen Städten finden daher an diesem Tag Veranstaltungen und Vorträge statt, bei denen die Geschichte der Friedhöfe erklärt, neue Wege der Trauerbewältigung erkundet oder generell über das Thema der letzten Reise gesprochen wird.






























