Der Sankt-Martins-Tag wird jedes Jahr am 11. November gefeiert, doch wer war Sankt Martin und was genau fand an diesem Tag statt?
Zu Lebzeiten war Martin von Tours, der später als Sankt Martin bekannt wurde, Sohn eines römischen Militärtribuns. Martinus, so sein Geburtsname, schlug auf Grund seiner Herkunft und den gesellschaftlichen Regeln seiner Zeit zunächst eine Militärlaufbahn ein, doch nachdem sein Dienst verrichtet war, lehnte er eine weitere Laufbahn beim Militär ab und wandte sich verstärkt den christlichen Lehren zu. Eine der bekanntesten Darstellungen Sankt Martins zeigt dabei, wie er seinen roten Offiziersmantel einem armen Bettler bei eisiger Kälte reicht, da dieser ihn, laut Legende, mehr benötigen würde als er. Nach dieser bekannten Tat soll sein Leben ähnlich verlaufen sein, er wählte für sich selbst ein sehr asketisches Leben und tat viel für die Armen und Kranken. Trotz seiner Zugewandtheit der Kirche gegenüber, lehnte er deren Prunk stets ab und legte sich sogar regelmäßig mit ihr an. Nach einem langen Leben stab Martin von Tours schließlich und wurde am 11 November 397 unter großer Anteilnahme beigesetzt.
Zwei große Ereignisse vielen in der Vergangenheit dabei auf den heutigen Martinstag, zum einen war es der Beginn der vorweihnachtlichen Fastenzeit, aber auch das Ende des bäuerlichen Wirtschaftsjahres. Die heute ausgeübten Bräuche gehen dabei jeweils auf eines dieser Ereignisse zurück und werden in abgewandelter Form noch immer begangen. Bei den traditionellen Martinsumzügen in großen Städten und Gemeinden, findet sich oft noch ein Reiter in rotem Mantel, der auf einem Schimmel den Umzug leitet. Hinter ihm wandeln die Umzugsteilnehmer mit selbstgebastelten Laternen und singen traditionelle Martinslieder. In ländlichen Regionen endet der Umzug dann meist an einer Feuerstelle, die von Fackelträgern entzündet wird, während Sankt Martin unter Gesang an die Kinder einen Weckmann überreicht.
dieSchilder wünscht ihnen einen schönen Sankt-Martins-Tag!






























